
„Ab wann ist was gestaltet?“ Die Frage, die der Designmai Kongress 2009 stellt, wirft augenblicklich neue Fragen auf: Was ist davor? Und was danach? Wer bestimmt, was Gestaltung ist? Und wer bestimmt, was gute Gestaltung ist?
In der Gestaltung scheint heute nicht nur technisch fast alles möglich. Gestaltung ist, wie Sprache und Schrift, für alle zugäng lich geworden. Darin liegt ihre triviale Schwäche, aber auch ihre demokratische Stärke. Offener Zugang bedeutet jedoch nicht, dass nun alle alles machen können. Es bedeutet, dass jeder die neuen Regeln der Gestaltung lernen muss, die in vielen Bereichen die Basis unseres Handelns bilden.
Der Kongress in Zusammenarbeit mit der Temporären Kunsthalle Berlin am Schlossplatz 1 in Berlin Mitte ist beendet. Am spannensten waren für mich die Arbeiten von “bauhouse, Ton- und Bildkompositionen”, die Fabian Grobe und Clemens Wittkowski vorstellten: kreative Verbindungen von Audio und Video, künstlerisch und angewandt.
Die Austellung „einfach — Zwölf Umschreibungen“ ist noch bis zum 07. Juni in der Internationale Bauakademie Berlin, Schinkelplatz 1, Berlin-Mitte
Eingang Werderscher Marktzu sehen.
Viel Spaß dabei